Schallabsorptionsgrad

Das Bild zeigt schematisch das Auftreffen von Schall, gekennzeichnet durch eine Schallleistung W1, auf eine Wandfläche in einem Raum, in dem sich eine Schallquelle befindet. Ebenfalls eingezeichnet ist die Schallreflexion und Schalltransmission.


Der Absorptionsvorgang wird durch den Schallabsorptionsgrad
αw = Wabs / W1

beschrieben, der Werte zwischen 0 (vollständige Reflexion) und 1 (vollständige Absorption) annehmen kann. Er ist frequenzunabhängig und wird als Einzahlwert angegeben:

Die in einem Raum eingesetzten Baustoffe und Materialien können aus akustischer Sicht schallhart sein, das heißt keine oder kaum schallabsorbierende Eigenschaften aufweisen. In diesem Fall ist der bewertete Schallabsorptionsgrad αw nahezu 0.

In der Raumakustik werden alle Schallenergieanteile als „absorbiert“ betrachtet, die nicht reflektiert werden. Es spielt also keine Rolle, auf welchen Weg der Schall „verloren gegangen“ ist. Einem offenen Fenster, durch das die gesamte auffallende Schallenergie transmittiert wird, wird ein Schallabsorptionsgrad αw von 1,0 zugeordnet ebenso wenn 100 % der auftreffenden Schallenergie absorbiert werden, d. h. die Schallenergie vollständig in Wärmeenergie umgewandelt, auch hier beträgt der bewertete Schallabsorptionsgrad αw nahezu 1.