Teppichböden

Als Teppichboden (Teppich) wird jeder textile Bodenbelag bezeichnet, der vollflächig in einem Raum verlegt werden kann. Dieser wird auch als Auslegeware bezeichnet. Das bedeutet, dass der Teppichboden über die komplette Fläche verlegt wird und damit gibt es keine „Stufen“, kein verrutschen, kein eindrehen und damit auch kein Stolpern. Teppich

Teppichböden unterscheiden sich in ihrem Material, Struktur,  und der Beschaffenheit der Rückseite:

Teppiche

Teppiche bestehen aus Naturfasern, Kunstfasern oder einer Kombination.

  1. Naturfasern – Pflanzliche Fasern wie zB Sisal oder Kokos; Tierische Fasern – zB Wolle oder Seide
  2. Kunstfasern– hauptsächlich Polyamid und Polypropylen (auch Polyacrylnitril, Polyester und Polyacryl). Für verbesserte Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften der Produkte werden Fasern darüber hinaus auch häufig gemischt.

Teppich Strukturen

Herstellungstechniken und die daraus hervorgehende Oberflächenkonstruktionen produzieren zwei- und dreidimensionale textile Bodenbeläge:

Zweidimensionale (2D) Teppiche

  • keine  Polschicht, die Trägerschicht ist gleichzeitig die Nutzschicht.
  • Zu den zweidimensionalen Teppichböden gehören:
    • Nadelvliese: bestehend aus einer Wirrlage von einer oder mehreren Schichten, die eine Musterung lediglich durch die unterschiedliche Einfärbung der verwendeten Fasern erhalten.
    • Flachgewebe: In der Regel werden bei ihrer Herstellung nur zwei Fadensysteme – Kette und Schuss – eingesetzt. Die Oberfläche kann glatt bis sehr strukturiert sein und durch Effektgarne oder -zwirne noch hervorgehoben werden. Für Flachgewebe werden Naturfasern wie Jute, Sisal und Kokos verwendet oder auch synthetische Fasern wie beispielsweise Polyamid. Sie sind in der Regel robust und pflegeleicht

Dreidimensionale (3D) Teppiche

  • Kennzeichen der dreidimensionalen Teppichböden ist die Polschicht (auch Pol oder Flor) die auf einer Grundschicht (Träger) eingearbeitet ist.Teppich
    • Diese ist hoch oder niedrig, dicht oder offen.
    • Sie kann schlingenartig (Schlingenpol), wie z.B. bei Bouclé-Teppichen, oder geschnitten (Schnittpol), wie z.B. bei Velours, oder aus einer Kombination von beiden ausgebildet sein. Dreidimensionale textile Beläge sind im Vergleich zu zweidimensionalen meist weicher, elastischer und voluminöser.
  • Durch den Einsatz unterschiedlich konstruierter Garne entstehen unzählige weitere Möglichkeiten der Oberflächenstruktur. Hoch gedrehte Garne erzeugen eine sehr körnige Struktur, während locker gedrehte Garne für eine eher geschlossene Oberseite eingesetzt werden.

Quelle: Tretford, Wesel

Bei der Auswahl eines geeigneten textilen Bodenbelags sollten die durch das Objekt gestellten Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit sowie die Anschmutzungsneigung und die Reinigungsfähigkeit der Polschicht beachtet werden.

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